Advent, Advent, schon wieder ein Spieltag verrennt… Bald eins, zwei, drei und vier und schon steht der Aufstieg vor der Tür…

Nun gut, ganz so schnell wird es sicherlich nicht gehen. Aber SK Norderstedt I und SG Turm Kiel I sind nach drei Teamsiegen mit weißer Weste weiterhin in der Spitzengruppe der 2. Bundesliga Nord zu finden. Der Schachverband Schleswig-Holstein drückt natürlich die Daumen, dass am Ende dann doch ein Team aus dem echten Norden die Meisterschaft für sich verbuchen kann…

Schwierig wird es dort mittlerweile für den Preetzer TSV, ohne Zählbares steht der Tannenbaum dort schon bald lichterloh in Flammen. Genügend Potential für den Ligaverbleib sollte das Team indessen ohne weiteres besitzen. Ein neues Jahr mit guten Punkte-Vorsätzen wäre für Preetz hier sicherlich angebracht…

Mit weniger Sorgen befinden sich derzeit SC Agon Neumünster I und Lübecker SV I mit Hoffnungen auf den Klassenerhalt weiterhin im Mittelfeld der Oberliga.

Die Landesliga Schleswig-Holstein wird vom aufstrebenden SK Doppelbauer Kiel I angeführt, die immer noch verlustpunktfrei die Liga anführen. Eine gute Position konnte sich auch Lübecker SV II erspielen, die am 3. Spieltag im Derby zumindest vom Resultat her klar gewinnen konnten. In Lauerstellung befindet sich Oberliga-Absteiger SV Bargteheide I, während die Teams Lübecker SV III und Eckernförder SC I das breite Mittelfeld der Liga anführen. SF Segeberg I, SK Norderstedt II, SV Bad Schwartau II und SK Schwarzenbek I haben ebenfalls noch Anschluss ans Mittelfeld gefunden und Landesliga-Aufsteiger MTV Leck I konnte mit dem ersten Teampunkt auch ein Lebenszeichen aus dem Tabellenkeller senden. Gegen Nord-Rivalen Eckernförder SC I gab es ein umkämpftes Unentschieden.

Die Verbandsliga A wird derzeit von den spielstarken Teams SC Agon Neumünster II und Elmshorner SC I dominiert. Beide haben ihre bisherigen drei Teamkämpfe gewonnen und werden sie in weiterhin so guten Aufstellungen agieren, wird es hier sicherlich auf einen Aufstiegszweikampf zwischen den beiden Kontrahenten hinauslaufen. Das Team Itzehoer SV I wurde ohne ihre beiden Spitzenbretter Cliff Ruhland und Frank Hamann jedenfalls deutlich besiegt, sollte aber ebenso wie Steinburg-Rivale SG Glückstadt I auf eine weiterhin sorgenfreie Verbandsliga-Saison blicken können. Der Punktverlust des Teams Husumer SV I im Nordfriesland-Derby der Verbandsliga kommt etwas überraschend, ist aber für Husum sicherlich noch kein Beinbruch. Indessen wird man in Nordfrieslands Kreisstadt am Ende der Saison sicherlich mit dem Ziel Klassenerhalt zufrieden sein müssen. Ein wichtiges Lebenszeichen bezüglich des angestrebten Liga-Verbleibs sendeten auch SV VHS Rendsburg I und Flensburger SK I. Während der Rendsburger Erfolg über Glückstadt recht deutlich ausfiel, scheint es bei Flensburg aber noch nicht richtig rund zu laufen. Es fehlten neben den sehr spielstarken Schütte und Hertel nun auch Kevorkov und Lorenzen im Kader. Für einen knappen Erfolg gegen einen mit nur sechs Spielern dezimierten Gegner reichte es dann aber doch noch. Genau wie Rendsburg und Flensburg hat auch das Team SC Wrist-Kellinghusen I zwei Teampunkte. Gegen Elmshorn war diesmal erwartungsgemäß aber nicht viel zu bestellen. Verbandsliga-Aufsteiger MTV Leck II wird aus dem 4:4 im Nordfriesland-Derby sicherlich Hoffnung und Mut schöpfen können, während Aufstellungsprobleme dem Team SF Burg sicherlich große Sorgen bereiten. Die ersten 5 spielen in der Regel, aber was kommt danach? Schon ein zweites Mal konnten die Dithmarscher nur mit erheblichem Aderlass in eine Verbandsliga-Runde gehen. So wird es mit dem Ziel Klassenerhalt natürlich sehr schwer werden.

In der Verbandsliga B scheint es auf den zuvor prognostizierten Aufstiegszweikampf zwischen Liga-Primus SG Turm Kiel II und TuRa Harksheide I hinaus zu laufen. Recht sorgenfrei können auch die Teams SK Doppelbauer Kiel II, Eutiner SV I und Kieler SG I in die kurze Weihnachtspause gehen. Auch die Teams von SV Bad Oldesloe I und Möllner SV I sollten genügend spielerisches Potential für den Klassenerhalt besitzen. Ein Lebenszeichen im Abstiegskampf verzeichnet man nun auch bei Lübecker SV IV, nachdem das Team den Abstiegskonkurrenten SK Kaltenkirchen I besiegen konnte. Die Kaltenkirchener werden zusammen mit dem Schachteam Lauenburger SV I vermutlich bis zum Saisonende gegen zumeist stärkere Konkurrenz um den Verbandsliga-Klassenerhalt kämpfen müssen. Bisher ist dabei weder für Kaltenkirchen noch für Lauenburg Zählbares bei abgefallen...

Und wie schaut es in den Bezirksligen aus?

Im Schachbezirk Nord scheint es auf einen Aufstiegszweikampf zwischen Schleswiger SV I und Flensburger SK II hinaus zu laufen. Beide trennten sich in der Auftaktrunde mit 4:4 und besiegten nun die Gegner der zweiten Runde. War der Erfolg der Schleswiger im Schlei-Duell gegen den SC Schleispringer Kappeln noch zu erwarten, so dürfte sich Eckernförder SC II nach der Niederlage gegen Flensburg II bereits von optionalen, vage gehegten Aufstiegshoffnungen in die Verbandsliga verabschieden.

Im Schachbezirk West sind mittlerweile sogar schon vier Runden gespielt. Mit 8:0 Teampunkten führen hier Heider SV I und SV Holstein Quickborn I die Bezirksliga an. In Lauerstellung befinden sich noch die Teams SV Merkur Hademarschen I (6:2) und SK Brunsbüttel I (5:3), der Rest der Liga kann sich getrost dem Abstiegskampf widmen.

In der Landeshauptstadt führen VSF Flintbek I, Turm Kiel III und Kieler SG II mit jeweils zwei Teamerfolgen die Bezirksliga Kiel an.

Die Bezirksliga Ost wird derzeit von SF Bad Segeberg II angeführt. Die Kalkbergstädter könnten aber noch von Lübecker SV V verdrängt werden, die ihr Nachholspiel gegen SK Schwarzenbek II erst am kommenden Wochenende auskämpfen. In guten Positionen sind auch noch die Teams SK Norderstedt III, Ahrensburger TSV und SV Bargteheide II, so dass hier irgendwelche Aufstiegsprognosen sehr schwer fallen.

Für Spannung bleibt also weiterhin gesorgt. Der Vorstand des Schachverbandes Schleswig-Holstein wünscht allen Teams nun erstmal eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch, ehe es gut erholt dann im neuen Jahr in die nächsten schachsportlichen Herausforderungen geht…